Neues aus dem Elefantencamp

Wenn es nach mir ginge, könnte ich euch täglich einfach nur zig Fotos von badenen Elefanten zeigen, denn diese Faszination lässt für mich einfach nicht nach. Immer wieder zücke ich mein iphone an der Badestelle. Mittlerweile auch im Dienste der Firma, da ich Fotos für unsere Facebookseite benötige, die ich pflege. Es gehört also zu meinem Job.

Besonders die Geschwister Salia (10 Jahre) und Phu Chapo (14 Jahre) sind richtige Wasserratten – es sind übrigens die älteren Geschwister von unserem kleinen Racker Jack, und alles Kälber unserer Leitkuh Mae Gaeo. Ihre Freundin Mae Dou hat diesmal gemeinsam mit den beiden im Wasser getobt. Wenn der kleine Jack dabei ist, passt sie jedoch lieber auf ihn auf. Sie hat bisher leider kein eigenes Kalb, aber sie hätte gerne eines und betütelt Jack mehr als seine eigene Mutter. Sehr süß. Diesmal waren Jack und seine Mutter jedoch nicht mit uns an der Badestelle, so dass Mae Dou ausgelassen mit den Teenagern im Wasser getobt ist.

Sie tauchen unter, planschen auf der Wasseroberfläche, spritzen alles und jeden mit dem Rüssel nass – einfach herrlich. Dass Elefanten komplett unter Wasser tauchen ist übrigens ein großer Vertrauensbeweis, denn Untertauchen bedeutet Kontrollverlust und das machen Elefanten nur, wenn sie sich in ihrem Umfeld sehr wohl fühlen und den Menschen vertrauen. Mae Wan Mai (auf dem letzten Foto oben ganz rechts) betrachtet das Treiben der jungen Wilden, traut sich aber noch nicht so richtig mitzumischen. Sie (Ende 20) ist erst seit Mai 2015 bei Elephant Special Tours und war davor in einem Camp, in dem sie sehr hart arbeiten musste. Mae Wan Mai ist ein ganz toller Elefant, wunderschön und sie hat einen tollen Charakter. Auch wenn es mir eigentlich schwerfällt, hier einen Liebling zu benennen, so ist sie gaaaanz weit vorne! 😉

Unser großer Bulle Puh Sii schaut sich das ganze Treiben relaxt an und frisst lieber anstatt herumzutoben. Aus dem Alter ist er auch langsam raus mit seinen über 50 Jahren. Er taucht meist nur kurz unter, wenn das Kommando des Mahouts ertönt, um kurz darauf wieder aufzustehen, am Ufer nach Futter zu suchen und seelenruhig zu fressen. Während man die anderen manchmal kaum aus dem Wasser bekommt, weil sie es so genießen.

Es gibt eigentlich nur noch eine Sache, die bei den jungen Elefanten noch beliebter ist als die Badestelle: die Schlammgrube im Camp.

Sie ist tatsächlich nur sehr klein und eigentlich Jacks Stammplatz. Aber seine Geschwister Salia und Phu Chapo lieben das Schlammbad ebenfalls und somit quetschen sich manchmal auch drei bis vier Elefanten gleichzeitig in die kleine Schlammkuhle. Am liebsten natürlich, nachdem sie frisch gebadet sind! Aber immerhin sitzen keine Gäste drauf! 🙂

A propos: wie kommen die Gäste auf die Elefanten? Ja, so ein Elefant ist doch recht groß und es ist kein ganz leichtes Unterfangen, auf ihm Platz zu nehmen. Es gibt verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten, doch wir praktizieren mit unseren Gästen eigentlich meist nur eine: von vorne über den Kopf aufsteigen. Dazu neigt der Elefant seinen Kopf, man springt mit einem Bocksprung darauf und der Elefant hebt einen hoch. Nun muss man sich auf dem Elefanten noch drehen, denn man möchte schließlich nicht rückwärts reiten. Dies erfordert ein wenig Balance, jedoch helfe ich z.B. den Gästen von unten, indem ich ihr Bein festhalte, damit sie während des Drehens nicht herunterfallen. Bei den folgenden Fotos macht es die Praktikantin natürlich den Gästen erstmal vor! 😉

Man braucht übrigens keine Angst haben, dass es den Elefanten weh tut oder man zu schwer ist. Elefanten haben eine wahnsinnige Muskulatur im Nacken und können dort bis zu 500 kg transportieren – mehr als auf ihrem Rücken. Wir sind also ein Fliegengewicht für sie.

Eine weitere Art aufzusteigen ist über den Rüssel. Nicht unbedingt meine Lieblingsaufsteigetaktik, da muss schon mal einer nachhelfen von unten.

Die dritte Möglichkeit aufzusteigen ist seitlich über das Bein. Der Elefant hebt sein Vorderbein ein wenig als Trittstufe und dann zieht man sich seitlich hoch. Das klappt bei mir ganz gut – zumindest bei unserer Salia. Bei unserem Größten Phu Sii würde das schon anders aussehen. Der Vorteil an dieser Aufsteigetechnik: man sitzt direkt richtig herum und muss sich nicht erst auf dem Elefanten drehen!

Egal wie: wenn man einmal oben ist, dann ist es toll – die Mühe lohnt sich also!

IMG_6097

So, meine Lieben. Die Theorie sollte nun soweit klar sein… für die Praxis müsstet ihr hier her kommen, dann üben wir ein wenig. Ich helfe euch auch, versprochen! 🙂 Und wer lange genug bleibt, bekommt bei Elephant Special Tours einen Elefantenführerschein! Wenn das mal kein Anreiz ist…

Bis bald!

 

 

 

4 Gedanken zu “Neues aus dem Elefantencamp

  1. Hallöchen !!!! Jaaaaaaa Melanie – WIR KOMMEN !!! Flug ist schon gebucht.

    Dann mußt Du also Dein Versprechen einlösen und mit uns üben.Aber irgendwie werden wir es schon schaffen auf Deine geliebten Dickhäuter hinaufzukommen..

    Wir freuen uns riesig. Es wird toll das ALLES live zu erleben, was Du in Deinen tollen Berichten und Bildern
    so lebendig geschildert hast. Sicherlich wird es mit Dir auch wieder abenteuerlich werden – man kennt das ja….
    Urlaub mit Dir ist immer aufregend und spannend, aber auch ein unvergeßliches Erlebnis.

    Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen mit Dir. Laß Dich ganz fest drücken und einen dicken Schmatzer.

    Bis bald Mama

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